Warum es so viele Sorten von Olivenöl gibt

Wir führen bewusst nicht nur unser Olivenöl, sondern auch das von Rosati und Sololio. Insbesondere Rosati führt insgesamt 6 verschiedene Sorten von Olivenöl, Sololio „nur“ 3 verschiedene. Für die Geschmacksrichtungen von mild bis scharf.

Anbei die Beschreibung (danke an Rosati für den Text!):

Nativ bedeutet „naturbelassen“ und extra bedeutet „besonders gut“. Der Name steht für die höchste Qualitätsstufe.

Bitter ist gesund!

In der Welt des Nativen Oliven Öl Extra („O.EV.O“) gibt es oft falsche Meinungen. Die Schärfe und Bitterkeit, die eine Art von „Kratzen in dem Hals“ entwickelt, kann zu Fehleinschätzung führen: Viele Menschen halten dies für einen Makel. Im Gegenteil ist es dabei erwiesen, dass diese Scharf- und Bitterstoffe das Resultat eines hohen Polyphenolgehalts sind, die eine antioxidierung Wirkung haben. Eine hohe Konzentration an Phenolen, Clorophyll, Tocopherol (Pflanzenstoff Vitamin E) wirkt vorbeugend gegen die Zellenalterung. Die antioxidativen Eigenschaften schützen das Öl selbst vor der Oxidation, das damit deutlich länger haltbar ist. Eine frühe Ernte ermöglicht einen hohen Gehalt dieser Pflanzenstoffe, die ein Indikator für die Qualität eines Olivenöl sind.

Der Säuregehalt
Den Säuregehalt kann man bei dem Olivenöl nicht herausschmecken, es ist eine reine Labor-Feststellung des Anteils an freien Fettsäuren. Das Kratzen im Hals ist kein Zeichen von säurehaltigem Öl, wie vorhin gesagt. Der Säuregehalt bei Olivenöl „nativ extra“ darf 0,8 Gramm pro 100 Gramm Öl nicht überschreiten.

Kochen mit Olivenöl
Der Rauchpunkt ist die niedrigste Temperatur, bei der über einem erhitzten Speiseöl die deutlich sichtbare Rauchentwicklung beginnt und gesundheitsschädliche Stoffe freigesetzt werden können. Der Rauchpunkt eines Fettes ist hauptsächlich vom Anteil freier Fettsäuren abhängig, je geringer dieser Anteil desto höher der Rauchpunkt. Ein qualitatives Olivenöl extra ist zum Braten, Schmoren oder Frittieren geeignet, weil es einen sehr geringen Gehalt an freien Fettsäuren aufweist und ein hohen Rauchpunkt zwischen 180°C und 210°C hat. Man sollte selbstverständlich das Olivenöl passend zu dem Gericht auswählen: leicht fruchtig für delikate Gerichte, intensiv fruchtig für schmackhafte Kost.

 

Unser eigenes Olivenöl

Produziert von
A. Herrmann und P. Hennings,
c.da Maresca, Ostuni, Puglia
Abgefüllt: Masseria Dell’Impliccato, Ostuni
Säuregehalt: 0,2 % (Ernte Dez. 2017)

Unsere Leidenschaft zu den faszinierenden Olivenbäumen, die sagenhaft alt werden, auch im hohen Alter hervorragendes Öl liefern können, wurde immer größer, bis wir nach langer Suche endlich im Mai 2016 in Ostuni/Brindisi/Apulien ein eigenes Grundstück mit 75 Olivenbäumen erwerben konnten.

Wir lernten, worauf es alles ankommt, soll das Öl tatsächlich rein und hochwertig sein.

Auch lernten wir, woran man erkennen kann, von wo das Öl kommt, in wie weit der Boden, die Art der Pflege und das Klima eine Rolle spielen, wie auch die verschiedenen Olivensorten.

Die Sorten unserer Olivenbäume sind Cellina di Nardo, Ogliarola Salentina, Picholine, Leccino, Frantoio, Cima di Melfi, Fasola, Coratina und Grappola. Zwischen diesen Bäumen sind auch andere Bäume, wie Mandeln und weitere, so dass wir im Garten keine Monokultur haben und das Öl eben die optimale Qualität erreicht.

Wir stehen ohnehin für Gesundheit und nachhaltige Landwirtschaft, d.h keinerlei Chemie und grundsätzlich schonender Umgang mit den Pflanzen und dem Boden.

Ostuni und Valle d’Itria

Ostuni liegt in der Provinz von Brindisi und trägt den Beinamen „weiße Stadt“ aufgrund der typischen niedrigen Häuser aus Kalkstein der engen Gassen des Ortszentrums. Während die engen Gassen und zahlreichen Treppen im Ortszentrum ihren historischen Reiz haben, beleben die zahlreichen Geschäfte und Lokale das Nachtleben und den Sommer von Ostuni. Außerhalb des Ortes selbst besteht eine reiche Auswahl an antiken Masserien, die typisch für Süditalien sind.

Das fruchtbare Itria-Tal liegt im Herzen Apuliens und erstreckt sich im Norden der Provinz Bari zwischen Brindisi und Taranto, genauer gesagt von Putignano bis Ostuni. Es zeichnet sich durch eine üppige Vegetation aus und umfasst die höchste Anzahl an Olivenbäumen, aus denen eines der besten Olivenöle Italiens gepresst wird!
Das Itria-Tal zeichnet sich auch durch die Trulli, die zahlreichen einladenden Landgüter und die Weinberge aus, aus denen berühmte Rot- und Weißweine stammen.